Am Sonntag, 27.09.2026, war sehr schönes Wetter und die geplante Arbeit für das Wochenende war bereits am Sonnabend erledigt. Was lag da näher, als das Wetter für einen, vielleicht letzten, Ausflug mit den Motorrädern zu nutzen.
Als Ziel sollte dieses Mal die Konditorei Schoppe in Bad Kösen dienen. Allerdings war nicht der Kuchen oder ein Stück Torte die angestrebte Belohnung, sondern ein schöner Eisbecher sollte es sein.
Um die Vorfreude zu steigern und frei nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ ging es nicht auf direktem Wege nach Bad Kösen. Zunächst ging es durch das Laweketal in Richtung Süßer See. In Seeburg bogen wir links ab und fuhren nach Langenbogen. Hier querten wir die B180 und wollten die Fahrt durch Bahnhof Teutschenthal fortsetzen. Nur von der Baustelle am Bahnübergang wussten wir nichts. Während ich auf der Karte nach einem neuen Weg suchte, kam ein freundlicher Herr des Weges, der meinte, dass die Baustelle auch mit unseren Maschinen gequert werden könne. Naja, ich habs probiert. Allerdings war schon nach wenigen Metern Schluss. Zum einen war das Queren nur für Fußgänger vorgesehen, zum anderen war der Fußweg auch ziemlich schmal. Man konnte auch schon von meinem Standort aus erkennen, dass sich der feste Fahrbagnuntergrund irgendwann in eine lose Sanddecke wandelte. Da eine Kawa Z800 und eine Kawa ER6f über so gut wie keine Offroad-Tauglichkeit verfügen, wurde das Unternehmen „Bahnsübergang“ abgebrochen und der Weg dann regulär uber Teutschentahl fortgesetzt.
Auf den Weg nach Bad Kösen kamen wir dann noch durch Schafstädt, Jüdendorf, Gleina, Laucha an der Unstrut, Burkersroda,Klosterhäseler, Burghessler und Hohndorf.
Angekommen an der Konditorei Schoppe parkten die Motorräder in Sichtweite und wir bekamen einen schönen Platz auf der Terrasse. Von hier aus konnten die zahlreichen Motorräder beobachtet werden, die an disem schönen Herbsttag die Straßen bevölkerten.
Nachdem das Eis, ein Gradierwerk-Becher und und ein Erdbeereisbecher, und jeweils ein Michkaffee genossen und verzehrt waren, mussten die aufgenommenen Kalorien durch einen kleinen Spaziergang wieder verbraucht werden. Dazu bot sich der besuch des nur wenige hundert Meter entfernten Gradierwerks an. Die untere Ebene war geöffnet und konnte für einen Preis von 3 Euro pro Person, inklusive eines Regenponchos, besichtigt werden.

Die folgenden 3 Videos zeigen den Übertragungsweg, mit dem von Tal mit einem Wasserrad in der Saale die benötigte Kraft für den Antrieb des Gradierwerks und eines Wasserpumpsystems über mehr als 120 Meter übertragen wird.
Nun hatten wir eine schöne Anreise, ein leckers Eis und einen Kaffee, abschließend sogar noch einen Besuch in der örtlichen Sehenswürdigkeit. Somit konnte der Heimweg angetreten werden. Aber das ziel war nicht die heimische Garage. Zuerst musste noch die kleine Wiese besucht werden. Hierbei handelt es sich um das zweite Wochenende der jährlich stattfindenden Eisleber Wiese. Wenn man schon mal da ist, kann man dort auch gleich das verfrühte Abendessen genießen. Als Hauptspeise kommt nur das Nackensteak vom Schinderhannes in Frage. Anschließend gabs noch eine kleine Portion Chili Cheese Pommes.
Nun ging es aber wirklich nach Hause. Immerhin warte das sonntägliche Wochenendbier beim Nachbarn.






















