Nach einem Jahr Pause ging es auch im Jahr 2026 für den Sommerurlaub wieder in das schöne Kroatien. Und natürlich war unser Ziel wieder der Campingplatz Aminess Sirena in Novigrad.
Neu war in diesem Jahr der Ablauf der An- und Abreise, sowie die Art der Übernachtung. Die Zeit des Zeltens ist nun, zumindest im Sommerurlaub vorbei. Dieses Jahr fuhren wir erstmals mit unserem Wohnwagen im Schlepptau. Durch die begrenzte Höchstgeschwindigkeit verlängerte sich die Reisedauer der insgesamt 1011 Kilometer langen Reise. Aus diesem Grund fuhren wir bereits am Sonntag, den 02. August los. Unsere Reise startete gegen 14:15 Uhr völlig enstpannt. Naja, die letzten Maßnahmen des Packens und das anschließende Grillen ließen die bevorstehenden Probleme noch nicht erahnen. Als dann aber der Wohnwagen vom Grundstück fahren und am Zugfahrzeug angehängt werden sollte, begannen die Probleme. Der Mover streikte. Strom war da und der Mover gab kurze Geräusche von sich, war aber nicht zu einer Fahrt der Antriebsräder an die Reifen des Wohnwagens zu bewegen. Der Frust stieg dadurch doch gewaltig an. War das Problem in Polleben noch ein kleines, so konnte ich mir allerdings schon vorstellen, dass ein defekter Mover bei unserer Ankunft auf dem Campingplatz für noch mehr Frust sorgen würde. Wir kennen den Platz recht gut und wissen, dass der Mover dort definitiv ein Game Changer ist. Nun war damit zu rechnen, dass wir dieses teure Spielzeug genau dann nutzlos durch die Gegend fahren, wenn es am dringendsten benötigt wird.
Für eine ausgiebige Fehlersuche fehlte mir schlicht die Motivation. Irgendwie würde es auch ohne Mover gehen. Um das Problem könnte ich mich im Urlaub kümmern oder wenn wir wieder zu Hause wären. Also wurde der Wohnwagen direkt angehängt und die Reise begann. Nur 2 Minuten später dann der nächste Schock: Die Anbauspiegel waren nicht montiert. Warum ist das vorher nicht aufgefallen? Vermutlich weil bei der Breite des Zugfahrzeugs, einem VW (T7) Multivan, die Sicht mit den normalen Spiegeln gar nicht so sehr eingeschränkt war. Dazu kam die Erkenntnis, dass die Anbauspiegel noch zu Hause in der Garage liegen. Bis dahin ergab sich noch kein Problem. Allerdings fiel mir keine Wendegelegenheit für unser 13 Meter langes Gespann ein, das eine Umkehr in weniger als 10 Minuten ermöglicht hätte. Also wurde der nächste Feldweg, ca. 400 Meter hinter dem Ortsausgang gewählt, dort gewendet und der Wohnwagen abgehängt. Jana blieb beim Wohnwagen während ich schnell nach Hause fuhr, die Spiegel holte und anbaute. Als ich wieder beim Wohnwagen war, ist das Frust Level durch die verlorene Zeit nicht gesunken. Aber es war nun mal nicht zu ändern. Nun ging die Reise bei ca. 28°C und strahlend blauem Himmer wirklich los.
Weil ich mir vorstellen kann, dass ich irgendwann auf ein E-Auto umsteige, wurde vor der Reise beschlossen, dass wir nach jeweils ca. 180 bis 200 Kilometern eine Pause machen. Das ist in etwa die Reichweite, die ich mit einem E-Auto und unserem Wohnwagen auf Autobahnetappen erwarte. Bei diesen Pausen wollte ich mir die Ladeinfrastruktur anschauen, die ich dort vorfand. Dier Erste Pause erfolgte auf dem Rasthof Frankenwald. Hier war das Ergebnis ernüchternd: Die Ladesäulen befanden sich direkt hinter der Tankstelle. Der Wohnwagen müsste abgehängt und irgendwo am Seitenstrifen neben der Tankstelle geparkt werden. Wenn die vielen LKWs den Seitenstreifen bereits belegen, dann ist Improvisationstalent notwendig. Weiter ging es in Richtung Süden.
Gegen 20 Uhr erreichten wir den Rasthof Köschinger Forst. Die Pause verbanden wir mit dem Abendbrot, das aus selbstgeschmierten Broten bestand. Bei sommerlichen Abendwetter ließen wir es uns schmecken. Die Infrastruktur zum Laden der E-Fahrzeuge ermöglichte auch hier keinen Laden mit Anhänger. Allerdings wäre die Parkplatzsuche für den Anhänger schon wesentlich bequemer gewesen als am ersten Stopp.
Gegen 22 fuhren wir auf die Autobahn A8 und stellten fest, dass wir bald tanken müssen. Mein eigentliches Ziel war die Eni-Tankstelle an der Ausfahrt Irschenberg. Allerdings konnte ich mich nicht erinnern, ob man dort mit einem Gespann bequem tanken konnte. Bei einem kurzen Check der Dieselpreise stellte sich schnell heraus, dass wir diese Tankstelle und die Shell-Tankstelle des sich daneben liegenden Rasthofes aufgrund der hohen Dieselpreise meiden werden. An der Shell sollte der Lieter Diesel 2,679 Euro kosten. Die Eni rief immer noch 2,489 Euro auf. Somit entschlossen wir uns, die Autobahn bei Holzkirchen kurz zu verlassen und an der ca. 3 Kilometer entfernten Shell Holzkichen zu tanken. Hier lag der Preis bei 2,189 für einen Liter Diesel.
Nach dem Tanken ging es wieder auf die Autobahn. Das Wetter hatte umgeschlagen. Nun regnete es mal mehr, mal weniger. Für die nächsten 2 Stunden sollte das Wetter so bleiben.
In Österreich waren die Autobahnen nicht so voll und das Fahren sehr angenehm. Die Idee zu Begutachtung der E-Ladeinfrastruktur hatte ich verworfen. Nun wollte ich nur noch Strecke machen und bald am Rasthof Rosegg ankommen. Bis dahin war für mich die spannenste Unterhaltung die Geschwindigkeit der nur noch wenig anzutreffenden LKWs. Teilweise war es mir nicht möglich diese einzuholen, obwohl mein Tache 100 Km/h anzeigte.
Gegen 01:00 am Montag, 03. August, erreichten wir den angestrebten Rasthof. Bis ca. 6 Uhr wollten wir uns im Wohnwagen ausruhen und dann die fahrt für die restlichen ca. 230 Kilometer fortsetzen.
Gesagt, getan. Gegen 06:30 Uhr und einer „Katzenwäsche“ ging es weiter in Richtung Karawankentunnel. Bei der Einfahrt in die Zahlstelle wurde es etwas eng und ich fuhr anscheinend zu dicht an der linken Seite. Mit einem Plopp-Geräusch klappte sich der linke Spiegel an. Vermutlich war der Anbauspiegel irgendwo angeeckt. Im Karawankentunnel irritierte uns ein Geräusch, das von hinten kam. Wir konnten nicht nicht feststellen, ob es aus dem Inneren des Fhrzeugs oder vom Anhänger kam. Bis zur ersten Raststätte hinter dem Tunnel mussten wir uns gedulden. Nur wenige hundert Meter nach der Tunnelausfahrt gab es die erste Möglichkeit zur Rast auf slowenischem Boden. Wir nutzen die Gelegenheit und inspizierten das Gespann. Zum Glück fanden wir nichts Auffälliges und waren uns schnell einig, dass ein loser Stecker der Kühlbox im Kofferraum die Ursache des Geräusch war. Wir wollten einsteigen und unsere Fahrt fortsetzen. Jana drehte sich noch einmal in Richtung Wohnwagen und sah nun eine neue Beschehrung: In der Frontscheibe zeigte sich ein ca. 15 cm langer senkrechter Riss, der am oberen Teil der Scheibe begann. Keiner von uns hatte Erfahrungen mit so einer Situation: Kann man damit weiterfahren? Wo kann man die Scheibe tauschen lassen? Was wird das kosten? Ist der Urlaub in Gefahr? Mit diesen Fragen setzen wir unsere Anreise fort.
Die Reise durch Slowenien verlief ereignislos, gottseidank.
Gegen 09:00 Uhr waren von der kroatischen Grenze nicht mehr weit entfernt. Das Thermometer im Auto zeigte mittlerweile 36° C Außentemperatur an. Für meinen Geschmack war die obere Grenze für einen erholsamen Sommerurlaub erreicht. Mal abwarten, was noch so kommt …
Gegen 10 Uhr erreichten wir den Campingplatz. Toni und Judith nahmen uns beim Checkin mit einer herzlichen Begrüßung in Empfang. Das Einchecken verlief erwartungsgemäß freundlich und zügig. Nach einer kurzen Besichtigung der zugewiesenen Partzelle wurde der Wohnwagen unter tatkräftiger Hilfe unserer Freunde in die gewünschte Position gebracht. Jetzt musste in diser Mörderhitze noch aufgebaut werden. Für diese Arbeiten lehnen wir Hilfe gern ab, wissen wir doch, dass es hier zu hitzigen Debatten kommen kann, die für Außenstehende vielleicht unangenehm sind. Letztendlich klappte der Aufbau wieder gut und der Urlaub konnte starten.
Zunächst ging es zum Einkaufen. Der Kühlschrank und die Kühlbox wollten gefüllt werden. In Novigrad liegen die Supermärkte „Polodine“ und „Konzum“ direkt nebeneinander. Allerdings lohn sich für uns fast nur noch der Einkauf in der Polodine (von mir auch gern Plondine genannt). Dafür gibt es im Konzum mehr kroatische Spezialitäten aus dem Bereich Knabbern und Gebäck.
Am ersten Abend war Judith so nett und hat meinen Wunsch nach ihren wirklich sehr leckeren Knoblauch-Spaghetti erfüllt. Bei gutem Essen, Wein und Bier ließen wir den Abend bei Toni und Judith auf der riesiegen Terrasse ihres Luxury Holiday Home mit direktem Blick aufs Meer ausklingen.
Der Stress mit dem Riss in der Frontscheibe war relativ schnell vergessen. Ein Fendt Caravan Fachhändler aus Weißenfels wird die Reparatur nach unserer Rückkehr übernehmen und die Versicherung hat die Summe für den Kostenvoranschlag bereits nach 2 Tagen beglichen.
Auch der vermeintlich defekte Mover war nach 2 Tagen repariert. Beim Truma Smart A muss man nach dem Ausführen der Befehle auf der Fernbedienung immer etwas warten, bis die Relais an den Motoren in den Endstellungen sind. Wartet man nicht, dann weiß das System nicht weiter und geht in den von mir leider unabsichtlich provozierten Zustand. Dafür befinden sich auf jeder Seite des Antriebs hinter einer kleinen Plastikabdeckung Aufsätze für eine 7er Nuss. Einmal kurz daran gedreht, entspannt sich das System und alles ist wieder in Ordnung.
Die nächsten Tage hieß es Baden, Lesen, Schlafen. In der ersten Woche schaften es die Temperaturen bis auf ca. 42° C. In der zweiten Woche wurde es wesentlich angenehmer mit Temperaturen um die 36° C. Das Wasser im Meer war dementsprechend wohltemperiert. Ein Frösteln kam auch nach stundenlangem Aufenthalt im Meer nicht auf.
Am 05.08.2026 gab es einen Ausflug ins nahe gelegene Porec. Jetzt waren wir zwar zum vierten Mal auf dem Campingplatz in Novigrad und schon etliche Male in den Campingläden in Porec, aber noch nie in dessen Innenstadt. Nach der Umrundung der Altstadt an der Außenseite (immer am Meer entlang) ging es dann in die kleinen Gässchen der Altstadt, die sich wirklich sehen lassen kann.
Am 09.08.2026 stand ein längerer Ausflug an. Es sollte in die Küstenstadt Rijeka auf der anderen Seite Istriens gehen. Über die Autobahn waren die ca. 130 Km in ca. 2,5 Stunden zurückgelegt. Ohne Baustellen wäre es sicher schneller gegangen. Rijeka ist eine relativ große Stadt, die uns zwar grundsätzlich aus Ausflugsziel gefallen hat. Jedoch können wir uns einen Urlaub in der Nähe diese Stadt aufgrund des Trubels nicht vorstellen. Für die Rückreise wählten wir die Landstraße welche einmal quer durch Istrien geht und nur unwesentlich länger dauern sollte. Die Landschaft und die Gegend war wunderschön auch wenn uns manchmal ewig weder Menschen noch Orte begegneten. Die Straßen waren teilweise so eng, dass wir froh waren, dass wir nahezu alleine auf der Straßen unterwegs waren. Dennoch müssen wir sagen, die Rückreise war wunderschön und man hat doch einiges von Istrien gesehen.
Die letzte Woche hieß es dann wieder: Aus- und Entspannen.
Am Sonntag, 16.08.2026 traten wir gegen 17:30 Uhr die Heimreise an. Vorher haben wir uns noch mit einem Burger bzw. einem Sandwich in der Oleander Bar gestärkt. Die Heimreise verlief sehr gut und wir erreichten gegen 00:00 Uhr den Rasthof Irschenberg in Bayern. Hier verbrachten wird die Nacht. Am nächsten Morgen ging es wieder zur Shell-Tankstelle Holzkirchen, um nachzutanken. Einen letzten Stopp zum Ausklang des Urlaubs gab es dann am Autohof Zorbau bei Miss Pepper. Der Burgerladen hat seinen Namen wirklich verdient.
Das wars mit unserem Urlaub in Kroatien 2026. In 2 Jahren werden wir wohl wieder dort hin reisen,














































































